| Die Glasmenagerie |
Luzerner Theater Schauspiel von Teenessee Williams
Amanda Wingfield und ihre beiden erwachsenen Kinder Laura und Tom leben in beengten Verhältnissen in einer Hinterhofwohnung. Seitdem ihr Mann durchgebrannt ist, versucht sie, ebenso verzweifelt wie tyrannisch die Familie zusammenzuhalten. Durch ihre permanente finanzielle Notlage sieht sich Tom in die Rolle des Ernährers gedrängt. Er arbeitet als Hilfsarbeiter in einem Lagerhaus, obwohl er sich nach einem freien Leben als Schriftsteller sehnt. Laura leidet unter einem leicht verkrüppelten Bein und lebt abgekapselt in einer Traumwelt, zerbrechlich wie die Glastierchen, die sie in ihrer Glasmenagerie sammelt. Amandas obsessive Sorge ist es, einen Verehrer zu finden, der Laura seelische und finanzielle Sicherheit geben würde. In diese Atmosphäre voller Enttäuschungen, Sehnsüchte, kleiner Fluchten und Abhängigkeiten gerät der «ganz normale Junge» Jim, an den sich alle Hoffnungen knüpfen und mit dem Laura ein besonderes Verhältnis verbindet. «‹Die Glasmenagerie› ist ein Mythos. Aus heutiger Sicht wirkt das Stück doch eher harmlos. Es wird vieles angedeutet, angerissen. Und man weiss am Anfang schon wie es endet. Wenn man zum Beispiel nur schon an die aktuelle Serie über die CIA denkt. Ich sehe ‹Die Glasmenagerie› als einen LSD-Trip.» (Jürgen Kruse grinst). |