| Metamorphosen |
Luzerner Theater Tanztheater von Verena Weiss
Die vom römischen Dichter Ovid im Jahre 8 n. Chr. veröffentlichten «Metamorphosen» bilden eine Weltchronik, angefangen vom Ursprung allen Lebens über die griechischen Götter- und Heldensagen bis hin zur realen Gegenwart des Autors. Das zentrale Motiv, das alle in den «Metamorphosen» versammelten Geschichten bindet, ist das Phänomen der permanenten Verwandlung. Ovid geht sehr spielerisch und humorvoll mit seinem Thema um, so sind die Handlungsfäden lediglich durch Personen, Umstände oder Schauplätze locker miteinander verknüpft. Ein weiteres zentrales Motiv in Ovids Werk bildet die Liebe, die unter Göttern und Menschen stets als irrationale, alles verändernde Kraft im Leben erscheint. Eines jedoch bleibt bei aller permanenten Wandlung konstant: die Psyche des Menschen. Diese unveränderte Psyche, die in ihr enthaltenen menschlichen Laster und Leidenschaften im Wandel der Zeit präsentiert Ovid als heiteres Spiel mit allem und jedem. Gerade der humorvolle Blick des Dichters fürs Menschlich-Allzumenschliche ist ein wesentlicher Grund dafür, dass «Meta- |